Vitamin C Hochdosis-Therapie (Infusionen)

Die meisten Lebewesen können Vitamin C (Ascorbinsäure) aus Glucose über mehrere enzymatische Stufen synthetisieren. Der Mensch hat diese Fähigkeit im Laufe der Evolution verloren. Seit dem 15./16. Jahrhundert sind vermutlich mehr Seefahrer an Skorbut (Vitamin C-Mangel) gestorben als an allen anderen Erkrankungen zusammen. Erst 1752 wurde entdeckt, dass die Einnahme von Zitronensaft Skorbut verhinderte. Später entdeckte man weitere Substanzen, die dazu in der Lage waren, z.B. Sauerkraut, Kartoffeln und frische Kräuter.

Heute weiß man, dass Ascorbinsäure regulierend in viele Stoffwechselvorgänge eingreift, vor allem aber der Abwehr von freien Radikalen dient und ganz allgemein die Immunleistung zu steigern vermag. Oxidativer Stress und freie Radikale sind an der Entstehung zahlreicher Erkrankungen maßgeblich beteiligt (Allergien, Arteriosklerose, Autoimmunerkrankungen, Bronchialasthma, CFS, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, MS u.v.m.)

Die orale Einnahme von Vitamin C in isolierter Form hat nur eine begrenzte Wirkung, da die Nieren auftretende Säuren sofort neutralisieren und damit unwirksam machen. Anders verhält es sich mit hochdosierten Infusionen. Aufgrund der hohen Dosierung braucht der Körper eine gewisse Zeit für die Neutralisierung, in der das Vitamin C so seine positive Wirkung entfalten kann.

Vitamin C-Infusionen sind angezeigt bei verminderter Leistungsfähigkeit, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Neigung zu grippalen Infekten, Blutungsneigung (Nasenbluten, Zahnfleischbluten), schlechter Wundheilung, schlechter Eisenresorption u.v.m.

Ein gesteigerter Vitamin C-Bedarf besteht vor allem bei Rauchern, Sportlern, gesteigertem Alkoholkonsum, Stress, starker Beanspruchung, Fehl- und Mangelernährung, aber auch bei der Einnahme bestimmter Medikamente wie Antikonzeptiva, Barbiturate, Acetylsalicylsäure, Kortikoide, Antidpressiva.

Quelle: Harald Krebs "Die Praxis der Vitamin C-Hochdosis-Therapie"

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