Neuraltherapie

Die Neuraltherapie geht auf zwei Ärzte, die Brüder Ferdinand (1891-1966) und Walter (1897-1974) Hunecke, zurück. Diese entdeckten die segensreiche Wirkungsweise der Neuraltherapie durch ein Versehen: sie injizierten ihrer Schwester versehentlich ein örtliches Betäubungsmittel (Procain). Daraufhin verschwanden bei ihr schlagartig zahlreiche Beschwerden, die für eine Migräne typisch sind.

Das war die Geburtsstunde der modernen Neuraltherapie, wie man die Heilung über das Nervensystem heute nennt. Krankheit ist immer eine Fehlsteuerung. Da das Hauptsteuerungssystem des Körpers das Nervensystem ist, kann mit der Beseitigung von Blockaden und der Wiederherstellung normaler (elektrischer) Verhältnisse in Nerven und Gewebe auch die gestörte Funktion einzelner Organe oder auch des ganzen Körpers wiederhergestellt werden.

Ein Hauptanwendungsgebiet der Neuraltherapie ist die Beseitigung von Störfeldern. Störfelder senden auf dem Nervenwege störende und damit krankmachende Impulse. Diese Impulse können dann in weit entfernten Körperregionen Schmerzen und Krankheitserscheinungen hervorrufen. Die Ausschaltung des Störfelds löst - oft blitzartig - das Problem! Die meisten Störfelder befinden sich am Kopf: “tote” Zähne - Mandeln - und Stirnhöhlen. Auch die meisten Narben können Störfelder darstellen. Und jede chronische Krankheit kann störfeldbedingt sein.

Für die Neuraltherapie gibt es ein breites Anwendungsgebiet:

Kopfschmerzen, Migräne, Wetterfühligkeit, Neuralgien, Durchblutungsstörungen, Wirbelsäulen- und Gelenkbeschwerden, Schilddrüsenüber- und -unterfunktion, hormonelle Störungen bei Frauen, Blasenleiden und Unterleibsprobleme aller Art bei Frauen und Männern.

Das in der Neuraltherapie hauptsächlich verwendete Mittel Procain wirkt:

  • vegetativ ausgleichend (entspannend oder anregend)
  • schmerzstillend
  • krampflösend
  • fiebersenkend
  • antiallergisch
  • kreislaufregulierend
  • durchblutungsfördernd
  • normalisierend auf das Hormonsystem
  • leistungssteigernd
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